Rezension über:

Thomas Franke: Ideale Natur aus kontingenter Erfahrung. Johann Joachim Winckelmanns normative Kunstlehre und die empirische Naturwissenschaft (= Epistemata. Würzburger Wissenschaftlicher Schriften. Reihe Literaturwissenschaft; Bd. 579 - 2006), Würzburg: Königshausen & Neumann 2006, 189 S., ISBN 978-3-8260-3332-2, EUR 28,00
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Susanne Kochs: Winckelmanns Studien der antiken griechischen Literatur (= Stendaler Winckelmann-Forschungen; Bd. 4), Ruhpolding: Verlag Franz Philipp Rutzen 2005, 152 S., ISBN 978-3-938646-01-4, EUR 24,00
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Rezension von:
Elisabeth Décultot
Ecole normale supérieure, Paris
Redaktionelle Betreuung:
Hubertus Kohle
Empfohlene Zitierweise:
Elisabeth Décultot: Ideale Natur aus kontingenter Erfahrung (Rezension), in: sehepunkte 7 (2007), Nr. 4 [15.04.2007], URL: http://www.sehepunkte.de
/2007/04/11392.html


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Ideale Natur aus kontingenter Erfahrung

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Winckelmann hat oft seine Abscheu gegen die "metaphysischen Schwätzer" (Brief an L. Usteri, 1. Januar 1763) sowie im Allgemeinen gegen jegliche rein philosophische Auseinandersetzung mit Kunstfragen bekundet. Verächtlich verwarf er die nutzlose Abstraktheit und den Mangel an direkten, konkreten Kunstkenntnissen, den er in vielen theoretischen Schriften seiner Zeitgenossen zu entdecken glaubte. Schon gegen das Kapitel über die Schönheit aus Henry Homes Elements of Criticism ereifert er sich, weil es "auch ein Grönländer hätte schreiben können" (ebd.). Mit wachsender Ungeduld beobachtet er, wie die philosophische "Seuche" auch im Bereich der antiken Kunst die "deutschen Scribenten [...] angestecket" habe. "Möchten doch diese unerfahrnen Stümper die Logic und Metaphysic reiten, oder sonst etwas thun" (an Christian von Mechel, 8. April 1767). Zwar soll Winckelmann während seines Theologie-Studiums in Halle (1738-1740) - schenkt man dem Zeugnis seines Studienfreunds Gottlob Burchard Genzmer Glauben - Alexander Gottlieb Baumgartens Vorlesungen über die Enzyklopädie gehört haben. Diese Vorträge scheinen aber keinen dauerhaften Eindruck auf ihn gemacht zu haben: Erwähnt wird in Winckelmanns Schriften und Briefen der Name des "Vaters" der Ästhetik nicht, und auch das Wort "Ästhetik", das sich in den Jahren 1750-1760 einer zunehmenden Beliebtheit in Deutschland erfreute, sucht man bei ihm vergebens.

Vor einem solchen Hintergrund könnte jeder Versuch, den philosophischen und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen von Winckelmanns Schriften nachzugehen, als durchaus schwierig erscheinen. Ein solches Unternehmen könnte sogar etwas abenteuerlich anmuten, bedenkt man die auffallende Wortkargheit, mit der der Kunsthistoriker auf seine philosophischen bzw. epistemologischen Voraussetzungen eingeht. Außer dem Kapitel "Von dem Wesentlichen der Schönheit" aus der Geschichte der Kunst des Altertums (1764) sowie einigen Seiten aus einer beschränkten Anzahl an Essays, unter denen vor allem die Abhandlung von der Fähigkeit der Empfindung des Schönen in der Kunst (1763) zu nennen ist, bietet Winckelmanns Werk eine recht schmale Textgrundlage für eine Untersuchung seiner philosophischen Prämissen. Dieser Spärlichkeit zum Trotz nimmt sich Thomas Franke vor, in seiner jüngst erschienenen, durchaus anregenden Studie über "Winckelmanns normative Kunstlehre" die Grundlinien der Winckelmannschen Erkenntnislehre an den Tag zu legen. Ziel Frankes, der in seiner Studie besonders den Beitrag der "modernen" Philosophen Leibniz, Locke, Wolff und Baumgarten herausarbeitet, ist es, die Grundlagen von Winckelmanns "Philosophie der vollkommenen Schönheit" (59) zu umreißen.

Schon auf der ersten Seite von Thomas Frankes Buch wird die Hauptthese der Arbeit mit aller Deutlichkeit formuliert: "Einheitliche epistemologische Voraussetzung der normativen Kunsttheorie Winckelmanns ist die empiristische Naturphilosophie" (7). Obgleich eine solche Deutung schon ansatzweise von einigen Vorgängern formuliert wurde (etwa von Alfred Baeumler in seinem Buch zum Irrationalitätsproblem in der Ästhetik und Logik des 18. Jahrhunderts, 1923), muss von vornherein unterstrichen werden, dass Franke sich gegen eine lange und gut etablierte Tradition der Winckelmann-Forschung wendet, die den Autor der Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in die Nähe des platonischen bzw. neo-platonischen Idealismus zu rücken pflegte - eine Tradition, die z.B. in Ernst Cassirers Freiheit und Form (1916) eine klassische Ausformung findet. Thomas Franke verficht nun eine diametral entgegengesetzte These: Winckelmann habe "konsequent" die "Naturerfahrung zur primären, einzigen Quelle des Ideals" erhoben (7). Begreifbar werde Winckelmanns Position nur dann, wenn man sie in Verbindung setze mit dem für sein Zeitalter typischen, von der Philosophie Lockes geprägten Empirismus. Von diesen empiristischen Prämissen ausgehend sei für Winckelmann eine Erkenntnis der Schönheit nur induktiv möglich, d.h. nur über einen von der Erfahrung ausgehenden Weg. Die "Idee" der Schönheit sei demnach in Winckelmanns Sprache keineswegs ein ursprünglich aus dem Verstand des Künstlers entstandener Begriff, sondern der "aus der Erfahrung gezogene Gesamtbegriff von der menschlichen Schönheit" (17-18).

Eine solche induktiv-empiristische Kunstauffassung ist in Thomas Frankes Augen zum Teil der Lektüre oder vielmehr dem Einfluss Wolffs und seines Schülers Baumgarten zu verdanken. [1] Die Lehre des sensus internus und des sensus externus - auf die Winckelmann innerhalb seines Essays über die Fähigkeit der Empfindung des Schönen in einer allerdings relativ verwickelten Stelle hinweist - ermöglicht es Wolff und Baumgarten in der Tat, der sensitiven Wahrnehmung eine sehr große Bedeutung für die Ausbildung des Schönheitsbegriffs beizumessen. Jedoch unterscheide sich Winckelmann von dieser Tradition - und ganz spezifisch von derjenigen Baumgartens - dadurch, dass er als strenger Empiriker die Erfahrung zum höchsten Richtmaß der künstlerischen Erfindung erkläre und dabei der unbeschränkten Freiheit der facultas fingendi des Aestheticus Baumgartenscher Prägung deutliche empirische Schranken setze (28-29). Winckelmanns Kunsttheorie sei vielmehr mit der streng empiristischen Erkenntnistheorie von Thomasius und Locke verwandt, der sie unter anderem den wissenschaftstheoretisch fundierten Rückgriff auf die "Muthmaßungen" oder "Hypothesen" entlehne (38ff.).

Zur Bestimmung seiner erkenntnistheoretischen Positionen habe Winckelmann nun nicht auf rein philosophische Quellen zurückgegriffen, so Franke, sondern auch auf zeitgenössische naturwissenschaftliche Schriften, die allerdings zum Unterschied von den schon erwähnten Philosophen - welche entweder gar nicht oder sehr flüchtig von ihm exzerpiert wurden - in seinen Exzerptheften weitgehend dokumentiert sind. Zu Recht betont Franke, wie schon andere Winckelmann-Forscher vor ihm, die zentrale Rolle Buffons. Wie seine langen Exzerpte aus Buffons Histoire naturelle zeigen, scheine Winckelmann in dem französischen Naturhistoriker zunächst einen ihm gleich gesinnten Empiriker gefunden zu haben, der in der Nachfolge des Molyneux-Streites die komplexe Mitwirkung der verschiedenen Sinne (Gesichtssinn, Tastsinn, usw.) beim Erkenntnisprozess zu beleuchten gewusst habe. Aber auch in anthropologischer Hinsicht sei Buffons Histoire Naturelle für Winckelmann von grundlegender Bedeutung gewesen. In Anlehnung an Buffons Praeformationstheorie und in polemischer Auseinandersetzung mit Du Bos' Klimatheorie habe Winckelmann eine Vision der antiken und modernen Völker entwickelt, die die Altgriechen als Prototypen der vollkommensten Menschheit etabliere (105ff.).

Wenn T. Frankes Untersuchung eine starke erkenntnistheoretische Kohärenz, ja sogar eine gewisse Systematik hinter Winckelmanns oft verwickelten, ja manchmal unzusammenhängend anmutenden Gedanken herauszustellen weiß, so entgeht ein solcher Ansatz nicht ganz der Gefahr, die Vielzahl der gedanklichen Anregungen, die Winckelmanns Denkweise gespeist haben dürften, zu minimieren: Nicht thematisiert wird bei Franke das Uneinheitliche, Eklektizistische, zuweilen gar Widersprüchliche des Winckelmannschen Denkens. Denn trotz seiner unleugbaren Nähe zum empiristischen Denken seiner Zeit lässt sich Winckelmann nur schwer als ein konsequenter Empiriker beschreiben. Wie sein Exzerptenmagazin zeigt, hat er aus den verschiedensten gedanklichen Traditionen geschöpft - eine Vielfalt, die sich auf seine Schriften direkt ausgewirkt hat. So sind in der Geschichte der Kunst neben empiristisch-induktiven Definitionen der Schönheit auch Formulierungen zu finden, die eindeutig der idealistisch-platonischen Tradition verpflichtet sind. "Der Geist vernünftig denkender Wesen hat eine eingepflanzte Neigung und Begierde, sich über die Materie in die geistige Sphäre der Begriffe zu erheben, und dessen wahre Zufriedenheit ist die Hervorbringung neuer und verfeinerten Ideen. Die großen Künstler der Griechen, die sich gleichsam als neue Schöpfer anzusehen hatten, ob sie gleich weniger für den Verstand, als für die Sinne, arbeiteten, suchten den harten Gegenstand der Materie zu überwinden". [2] Thomas Frankes Diktum, dass Winckelmanns Schönheitslehre eine "metaphysische Alternative" ausschließe (63), lässt sich z.B. mit dem Satz Winckelmanns: "Die höchste Schönheit ist in Gott" [3] nicht ohne Schwierigkeit vereinen. Legt man ein allzu einseitiges empiristisches Interpretationsraster an, so droht man, die vielen z.T. divergierenden Passagen zu überlesen, in denen Winckelmann andere philosophische Traditionen aufgreift. Nicht nur innerhalb seiner einzelnen Schriften lassen sich in der Tat manchmal gewichtige Positionsverschiebungen ausmachen, sondern auch zwischen seinen verschiedenen Werken. In Winckelmanns Erstlingsschrift, den Gedanken über die Nachahmung, werden öfters und nachdrücklich die "idealischen Schönheiten" der griechischen Werke evoziert, "die, wie uns ein alter Ausleger des Plato [= Proclus in Timæum Platonis] lehret, von Bildern bloß im Verstande entworffen, gemacht sind". Das "Urbild" der griechischen Künstler, führt Winckelmann weiter aus, "war eine blos im Verstande entworfene Natur". [4] Solche platonisch-idealistischen Formulierungen lassen sich nicht einfach mit dem Argument aus dem Wege räumen, man solle sie "von [ihrer] plakativen platonischen Anmutung" befreien (88).

Auch Winckelmanns anthropologische und naturhistorische Beschreibung der Altgriechen ist von solchen Spannungen nicht frei. Unleugbar ist, wie Franke und andere Forscher vor ihm schon bemerkt haben, dass Winckelmanns Vorstellung der altgriechischen Nation als Matrix der Schönheit mehr oder weniger offen eine genetische Grundlage besitzt: Da die Griechen auf Grund ihres vorzüglichen "Geblüts" außergewöhnliche Eigenschaften besaßen, konnten sie zu einer unübertroffenen Höhe in der Kunst gelangen. Winckelmanns Erwähnung des griechischen Blutes sollte jedoch nicht zum etwas einseitigen Schluss führen, dass er in seinem Griechenlandbild als konsequenter Anhänger einer rein genetischen, an Buffons Praeformationstheorie orientierten Deutung kurzerhand alle nicht-genetischen Faktoren wie die politische Verfassung oder die Erziehung der Griechen unterschätze (106ff.). Seiner intensiven Auseinandersetzung mit Du Bos' Klimatheorie konnte er eine vielfältige und durchaus komplexe Konstellation von Erklärungsmustern entnehmen, die die Entstehung der griechischen Nation auf verschiedenartige Faktoren ("Witterung", sittlich-politische Zustände, Erziehung usw.) zurückführten. All diese vielgestaltigen und zum Teil sich widersprechenden Ansätze, die er in seiner Exzerptensammlung sorgfältig registrierte, versuchte er zwar in seinen Schriften aufs Beste zu kombinieren - Spannungen, Schwierigkeiten, Inkonsequenzen ließen sich dabei aber nicht vermeiden. Vielleicht ist das Interessante an Winckelmanns Werk weniger in der Formulierung einer kohärenten Lehre zu suchen als in seiner faszinierenden Kollage-Arbeit mit Denkweisen und Denkansätzen, die sich von den verschiedensten Autoren und Zeiten herschreiben.

Einen tief greifenden Einblick in Quellen und gedankliche Anregungen ganz verschiedener Art verschafft Susanne Kochs' Buch zu Winckelmanns Studien der antiken griechischen Literatur. Mit historischer Akribie wird in dieser Untersuchung versucht, Winckelmanns Leidenschaft für die griechische Literatur von ihren frühen Anfängen in Stendal bis zu seinem Tod zu dokumentieren. Von vornherein muss hervorgehoben werden, dass das Buch sich keineswegs als eine Analyse der Winckelmannschen Kenntnis der griechischen Sprache und Literatur versteht, sondern vielmehr als ein Katalog der von dem Autor gelesenen, exzerpierten und zitierten griechischen Texte. Dabei erweist sich diese Studie als ein durchaus wertvoller Wegweiser. Sie enthält nicht nur eine detaillierte Liste der von Winckelmann gelesenen bzw. erwähnten altgriechischen Autoren, sondern gibt darüber hinaus detaillierte Angaben über die von ihm benutzten Editionen und - sofern die Analyse der Wasserzeichen und der Papierqualität der Exzerpte es ermöglicht - über die genaue Zeit seiner Beschäftigung mit den einzelnen Texten. Aus dieser Untersuchung geht deutlich hervor, wie Winckelmanns frühe Aneignung der griechischen Sprache der eines Autodidakten ähnelte, der in einem Zeitalter großer editorischer Not alles las, was für ihn sowohl sprachlich als auch praktisch erreichbar war. In den Jahren vor 1748, d.h. vor der Übersiedlung nach Nöthnitz, griff er oft auf Anthologien zurück, etwa auf die 1674 erschienene Veterum Poetarum Graecorum Poemata von Johann Vorstius (18), in der Texte der unterschiedlichsten Epochen und Gattungen enthalten waren (Hesiod, Homer, Theognis, Phokylides, Pindar usw.). Hervorzuheben ist dabei, dass sich schon in der Zeit zwischen dem Studium in Halle und dem Konrektorat in Seehausen Schwerpunkte auszeichnen. Die hier gewonnenen Einsichten können dabei ein interessantes Pendant zu Thomas Frankes Untersuchung liefern. In den Jahren 1743-1748 fängt Winckelmann an, eine wahre Leidenschaft für Platon zu hegen, die bis zu seinem Tod in Italien nicht nachließ (24, 58f.). Parallel dazu interessiert er sich intensiv für griechische medizinische bzw. naturgeschichtliche Schriften, ein Gebiet, in das ihn schon Johann Heinrich Schulze, Professor für Arzneigelehrtheit und Altertümer in Halle, einführte, und das er nach seinem Medizinstudium in Jena (1741) nie aus den Augen verlieren sollte. Dass der regelmäßige Umgang mit medizinischen Autoren griechischer Sprache, vor allem mit Hippokrates und Galenos, Winckelmann nachhaltig beeinflusste, kommt, wie Susanne Kochs hervorhebt (42f.), in seinen kunsttheoretischen und -historischen Schriften deutlich zum Ausdruck. Sowohl in den Gedanken über die Nachahmung als auch in der Geschichte der Kunst ist sein Bild der natürlichen Schönheit den Anschauungen des Hippokrates über die Auswirkung von gesunder Lebensführung und Umweltfaktoren verpflichtet. Übrigens wurden Winckelmanns Kenntnisse der antiken medizinischen Literatur so geschätzt, dass Giovanni Lodovico Bianconi, der Leibarzt des sächsischen Kurprinzen, ihn dazu bewegen wollte, eine neue Übersetzung der Schriften des Dioskurides anzufertigen. Auch seine intensive Beschäftigung mit den griechischen Historikern (Plutarch, Herodot, Xenophon, Diodor von Sizilien, usw.), die auf sein Griechenlandbild einen nachhaltigen Einfluss ausgeübt haben, kommt in dieser Studie deutlich zum Vorschein.

Mit ihren jeweiligen Arbeiten liefern also T. Franke und S. Kochs Untersuchungen, die sowohl in ihren methodischen Ansätzen als auch in ihrer Form voneinander stark abweichen. Während Frankes Studie sowohl Winckelmanns Kunsttheorie als auch seinen Umgang mit den Quellen zu systematisieren sucht, gesteht Kochs ein, dass die "unvorstellbare Fülle an Auszügen aus den Werken verschiedenartiger Schriftsteller" ihr als kaum systematisierbar erscheint (44). Auch in ihrer historischen Perspektive besteht ein starker Kontrast zwischen den beiden Arbeiten, indem die erste Winckelmann vornehmlich als einen zeittypischen Denker des 18. Jahrhunderts beschreibt, die zweite ihn jedoch als einen unzeitgemäßen Freund der griechischen Literatur darstellt, der gegen das Desinteresse seines Zeitalters für dieses Gebiet zu kämpfen hatte. Gerade auf Grund dieser Unterschiede erweisen sich aber diese Arbeiten als komplementär.


Anmerkungen:

[1] Spuren einer eingehenden und direkten Auseinandersetzung mit den philosophischen Schriften Wolffs und Baumgartens sind allerdings in Winckelmanns riesiger Exzerptensammlung nicht zu finden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass Winckelmann Wolffs und Baumgartens Ideen, die ja ganz besonders in Halle bekannt waren, zur Kenntnis nahm.

[2] aus: Geschichte der Kunst des Altertums, Dresden 1764, 155-156.

[3] ebd., 149.

[4] aus: Kleine Schriften, hrsg. von Walther Rehm, Berlin 1968, 30, 34.

Elisabeth Décultot